
Der steirische Anlagenbauer Andritz hat für das Geschäftsjahr 2025 gemischte Ergebnisse vorgelegt. Während der Umsatz um fünf Prozent auf 7,9 Milliarden Euro sank und das Konzernergebnis um knapp acht Prozent auf 457,1 Millionen Euro fiel, verzeichnete das Unternehmen einen Anstieg des Auftragseingangs um gut sieben Prozent auf 8,9 Milliarden Euro. Trotz dieser gegenläufigen Entwicklungen sprach Vorstandschef Joachim Schönbeck von soliden Ergebnissen.
Die operative Marge (EBITA) blieb mit 8,9 Prozent stabil. Der Konzern führt den Umsatzrückgang neben einem verhaltenen Auftragseingang im Vorjahr auch auf negative Währungseffekte durch den starken Euro zurück. Gleichzeitig kletterte der Auftragsbestand zum Jahresende auf einen Rekordwert von 10,5 Milliarden Euro. Der Vorstandsvorsitzende verwies auf ein wirtschaftlich schwieriges Umfeld mit geopolitischen Hürden und einem zurückhaltenden Investitionsklima, das insbesondere die Sparte Metals traf, die unter der Schwäche der Auto- und Stahlindustrie litt.
Getragen wurde der hohe Auftragseingang im abgelaufenen Jahr vor allem von den Bereichen Papier (Pulp & Paper) und Wasserkraft (Hydropower). Diese Segmente verzeichneten Auftragszuwächse von 20 beziehungsweise 16 Prozent. Großaufträge für neue Zellstoffwerke in China sowie die weltweite Nachfrage nach erneuerbaren Energien und Pumpspeichern – unter anderem in Indien und Thailand – sorgten für volle Auftragsbücher. Rückläufig war die Nachfrage hingegen in den Segmenten Metals und Environment & Energy. Insgesamt tätigte das Unternehmen im Vorjahr sechs größere Akquisitionen, um das eigene Produkt- und Serviceportfolio weiter auszubauen.
Für das laufende Jahr 2026 zeigt sich der Technologiekonzern optimistisch. Das Management erwartet eine Projektaktivität auf dem aktuellen Niveau und prognostiziert eine Rückkehr zum moderaten Umsatzwachstum auf 8,0 bis 8,3 Milliarden Euro. Die vergleichbare operative Marge (ohne Sondereffekte) soll sich zwischen 8,7 und 9,1 Prozent bewegen. Zudem kündigte Andritz an, die Dividende trotz des Gewinnrückgangs von 2,60 auf 2,70 Euro je Aktie zu erhöhen.